Paxillus involutus - Kahler Krempling

Autoren: Agaricus contiguus, Bulliard, 1785 / Agaricus involutus, Batsch, 1786 / Omphalia involuta, (Batsch) Gray, 1821 / Paxillus involutus, (Batsch) Fries, 1838 / Rhymovis involuta, (Batsch) Rabenhorst, 1844

Klassfikation: Paxillus - Paxillaceae - Boletales - Basidiomycetes - Kremplinge

Aktueller Name: Paxillus involutus

Taxon: Paxillus involutus

aktualisiert: 17.05.2018 12:33:22

Einführung

Der Kahle Krempling ist ein Massenpilz, der früher als beliebter Speisepilz galt und häufig auf dem Speisezettel stand. Roh genossen führt er sofort zu heftigen Brechdurchfällen, da er stark magen-darm-giftig ist. Der wiederholte Genuss kann das Paxillus-Syndrom auslösen.

Fruchtkörper

Fruchtkörperform sehr variabel. Im Gegensatz zum Paxillus validus dünnfleischige Art.

Hutfarbe

hellbraun

Lamellenfarbe

Lamellenfarbe gegabelt

Oxidationsmerkmale, Verfärbung von Fruchtkörper, Milch, Röhren, etc.

bräunend bei Verletzungen

Standort

Betula, Picea

Vorkommen / Häufigkeit

Es ist ein häufiger und verbreiteter Pilz vor allem bei Picea. Im Gegensatz zum Paxillus validus dünnfleischige Art.

enthält folgendes Gift

hitzestabile Toxine

Latenzzeit

15 Minuten bis 4 Stunden, Sensibilisierung im laufe von Monaten, Jahren, mit immer stärkeren Reaktionen.
Beim wiederholtem Paxillus-Genuss liegt die Latenzzeit ebenfalls im Bereich von Minuten bis zu 4 Stunden.

Erste Symptome und Verlauf der Vergiftung

Brechdurchfälle bzw. Immunhämolyse nach wiederholtem Genuss

Mögliche Folgen der Vergiftung

In schweren Fällen kann der Genuss zum Tod führen. Hämolyse durch Antikörper.

Giftigkeit

TÖDLICH GIFTIG !!!

Gattungen:

Paxillus: Kremplinge

Siehe auch / Verwechslung mit:

Lactarius turpis: Olivbrauner Milchling, Mordschwamm, Tannenreizker

Paxillus rubicundulus: Erlen-Krempling

Paxillus validus: Grosser Krempling

Tapinella atrotomentosa: Samtfusskrempling

Verursacht das

Brechdurchfälle

Paxillus-Syndrom



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