Gyromitra - Lorcheln, Giftlorcheln

aktualisiert: 08.05.2018


Autoren: Pleopus, Paulet, 1808 / Gyromitra, Fries, 1849 / Physomitra, Boudier, 1885 / Helvella subgen. Gyromitra, (Fries) S. Imai, 1932 / Neogyromitra, S. Imai, 1932 / Maublancomyces, Herter, 1950 / Paradiscina, Benedix, 1969 / Fastigiella, Benedix, 1969

Klassfikation: Fungi, Ascomycota, Pezizomycotina, Pezizomycetes, Pezizomycetidae, Pezizales, Discinaceae

Aktueller Name: Gyromitra


enthält folgendes Gift

Da Gyromitrin ein flüchtiges, wasserlösliches Gift und ein grosser Teil des Giftes verschwindet beim Trocknen. In geschlossenen, schlecht gelüfteten Räumen wird das Gift über die Atemwege aufgenommen und führt zu einer Vergiftung. Ein Korb voller Lorcheln im inneren eines Fahrzeuges ist deshalb nicht empfehlenswert, Pilze im Kofferraum transportieren.

Zubereitung

Gyromitra esculenta ist ein Pilz, der lange im Handel zugelassen war. In Skandinavien wird er auf den Märkten immer noch verkauft, die Verkäufer müssen jedoch den Käufer in Sachen Zubereitung beraten: Mindestens 20 Minuten Kochen und das Kochwasser wegschütten.

Wichtiger Hinweis

Die Gyromitra infula ist in Anlehnung an Gyromitra esculenta als giftig zu betrachten, obwohl dies anscheinend noch nicht genauer untersucht wurde.

Giftigkeit

TÖDLICH GIFTIG !!! Der Genuss von rohen Gyromitra esculenta führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tod. Eine ungenügende Zubereitung und Nichtbefolgung der Mindestkochzeiten führt ebenfalls zu einer Vergiftung.

Gyromitra esculenta wurde auch wegen karzinogener Substanzen, welche sich nach wiederholtem Genuss im Körper akummulieren von der Liste der Speisepilze genommen.


Arten:

Gyromitra esculenta: Frühjahrs-Lorchel

Gyromitra fastigiata: Zipfellorchel

Gyromitra gigas: Riesenstocklorchel

Gyromitra infula: Bischofsmütze