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polychrome Pilze - vielfarbige Pilze

aktualisiert: 30.11.2016 14:10:32

Einführung

Unter "polychrom" versteht man die Farbvarietäten, die Vielfarbigkeit innerhalb einer Art. Diese kann ganz verschiedene Ursachen habe: Standort, Feuchtigkeit, Wachstumsphase (Alter), Sonneneinwirkung (Ausbleichung). Spezielle Arten wie Russula und Cortinarius weissen eine ungeheure Vielfalt an Farbvarietäten auf, was sich auch in Bezeichnungen wie varius oder fraudulosus gewissermassen widerspiegelt.
Gerade weil die Farbe alleine meist ein unzuverlässiger Indikator ist, ist es wichtig, dass man verschiedene Sachen gleichzeitig prüft, die mikroskopischen, makroskopischen und olfaktorischen Merkmale. Besonders bei Gattungen wo die Arten sehr zahlreich und die Unterschiede teilweise sehr gering sind.
Zu den makroskopischen Merkmalen gehört auch der Standort, der Mykhorrizapartner des Pilzes. Man sollte beim Pflücken auf die Bäume in der Umgebung achten.
Weitere makroskopische Merkmale sind die Sporenfarbe, die Konsistenz der Lamellen, Stielfarbe, chemische Reaktionen auf Stiel und Fleisch.
Zu den olfaktorischen Merkmalen gehört der Geschmack und der Geruch. Bei kaltem Wetter ist der Geruch oft schwieriger zu identifizieren.
Zu den mikroskopischen Merkmalen gehören die Zystiden, die Sporengrösse, Sporenfarbe und Sporenoberfläche. Die Beschaffenheit der Zellen in der Huthaut (HDS).

Deshalb kann und darf die Farbe niemals als einziges Bestimmungsmerkmal herbeigezogen werden. Bestimmung alleine aufgrund der Farbe und anschliessender Konsum kann tödlich enden.


Bild Nr. 2310 Flammer, T Bild Nr. 4195 Flammer, T - Farbspektrum von Amanita phalloides