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Muscimol

aktualisiert: 20.10.2016

Einführung

Ibotensäure und Muscimol sind die wesentlichen Gifte der Amanitapilze. Die Pilze selbst beinhalten Ibotensäure, die jedoch nicht die wirksame Substanz selbst ist. Die psychisch aktive Substanz ist eigentlich das Muscimol, welches im Körper aus der Ibotensäure gebildet wird, wird zu einem großen Teil durch die Nieren wieder ausgeschieden, wobei es seine Wirksamkeit behält. In größeren Mengen, wie sie im Pantherpilz vorkommen, kann es tödlich wirken. Die LD-50 (50 % der Versuchssubjekte sterben) von Muscimol wird auf 45 mg/kg Körpergewicht geschätzt. Für Ibotensäure liegt diese Menge bei 40 mg/kg Körpergewicht. Übelkeit und Erbrechen sind normal, da Ibotensäure und Muscimol recht unverträgliche Substanzen sind, die recht stark auf das Zentralnervensystem wirken. Durch eine starke Erhitzung des Pilzmaterials kann die Ibotensäure ebenfalls in Muscimol umgewandelt werden, was die Heftigkeit der Nebenwirkungen verringert, jedoch die Potenz des Pilzes sehr verstärken kann, also sollte Vorsicht angebracht sein (wie bei jeder Droge). Es ist fast müßig zu erwähnen, dass auch Ibotensäure und Muscimol synthetisch hergestellt werden können und so in reiner Form für Versuche bereitstehen, die jedoch aufgrund der starken Nebenwirkungen der Substanzen keinen großen Drang zur Vermarktung in der Drogenszene erzeugen dürften.