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Fuchsbandwurm - Echinococcus multiocularis

aktualisiert: 20.10.2016

Mit dem Fuchsbandwurm kann man sich durch den Verzehr von ungenügend gekochten Waldbeeren, Früchten evtl. auch ungenügend gewaschenem Salat aus dem Garten sein, alles Essbare, das mit dem Kot des Fuchses in Berührung kommen kann. Durch die Aufnahme der Eier können sich diese im Darm zu einer Larve entwickeln, die mit dem Blutkreislauf zum Zielorgan verschleppt werden.

Gemäss Untersuchungen erkrankt nur 1 Person von 10 die vom Fuchsbandwurm befallen werden.

Die chirurgische Entfernung des Parasiten ist das Mittel der Wahl. Allerdings ist die Entfernung bei fortgeschrittenem Befall schwierig. Dann ist eine Chemotherapie mit Mebendazol oder Albendazol notwendig.

Vor Einführung der Chemotherapie verstarben 90 % der nicht operierbaren Patienten innerhalb von 10 Jahren nach Stellung der Diagnose.

Aus Vorsorgegründen sollten Bewohner in Risikogebieten:

Keine rohen Waldfrüchte verzehren; Waldbeeren und Pilze sollten nur nach Erhitzen über 60° C (Kochen, Backen) genossen werden; ein Einfrieren bei -20° C führt nicht zur Abtötung der Echinococcus-Eier.

Hunde und soweit als möglich auch Katzen sollten vom Mäusefangen und Kadaverfressen abgehalten werden und nicht frei laufen.
Katzenkot sollte auf weiße, fliegeneiergroße Stippchen überprüft und im positiven Fall sofort auf Echinococcus untersucht werden.

Katzen und Hunde sollten mit einem spezifischen Mittel prophylaktisch entwurmt werden. Diese Massnahme ist nur dann zu empfehlen, wenn sie im Abstand von vier Wochen vorgenommen wird, da nur so ein Erreichen der Geschlechtsreife der Bandwürmer und damit eine Eiausscheidung sicher zu verhindern ist.